Abendunterhaltung auf WestWeltniveau!
Farbenfroh - nicht bloß Bunt:
Kay Ray im Pumpenhaus
Die Bühne bebte, was nicht nur an den 22 Filipinos lag, die darunter lagen und an versteckten Dynamos für Strom sorgte. Nach gut dreieinhalb Stunden gab Kay Ray den ermüdeten Stromern nach und der Abend endete kurz vor Mitternacht vor fast ausverkauftem Haus.

Fotos von Kay Ray: © Heike Kaldenhoff
Prächtiger als ein Pfau
Bunt wie tausend Mann
Er ist ein Charmeur mit schlechtem Benehmen und ohne jegliche Distanz, besonders wenn es um Menschen geht, die er nicht mag. Die werden direkt angegangen und so auf Distanz gehalten. Doch bei allem rohen Getue und bösartigem Witz, der bunte Mann auf der Bühne ist ein zerbrechlicher Derwisch. Kay Ray ist ebenso so lautstark und ungehemmt, wie feinsinnig und sensibel.
Aber sein Charme ist echt und warm und nicht bloß gespielt.
Seine Sorge gilt tatsächlich der Unterhaltung des Publikums, auch wenn er sich nicht zuschade ist, teilweise selbiges hinauszukomplemetieren.
Ansonsten bleiben die üblichen Fluchtreflexe aus, die gerne hochkommen, wenn Comedians Gesangseinlagen ins Programm einflechten. Selbst Milva möchte man plötzlich wieder hören und freut sich auf das nächstes Lied.
Sein Witz ist schnell, überraschend und befreiend böse.
Er reagiert auf Nebenbemerkungen des Publikums und lässt sich treiben und gleitet von einem Gedankenblitz zum nächsten. "Wie sind wir eigentlich darauf gekommen?... Achja!..." , desorientiert gibt er sich gern, ist es aber nie. Kay Rays Gespür für die Stimmung seines Publikums ist perfekt, kein Wunder, dass sein nächster Soloabend im Pumpenhaus bloß eine Frage der Zeit ist.

Er schwelgt, das Publikum ist irgendwie hörig. Der Mann am Klavier, Tim Helmers, kommt bei alledem notgedrungen zu kurz. Kay Rays Dank an ihn war eine rührende Liebeserklärung an den langjährigen Freund und Bühnenpartner.

Der bunte Profi weiss mit Haarspray umzugehen.
Gerne wird auch mal ein Zuschauer zurechtgezupft und -gezauselt, der letzte halberstickte Schrei Osnabrücker Haarschicks ist einem sicher. Zumindest weiss man nach diesem Abend was Beutedeutsche sind und wodurch sich ein Elefant und eine italienische Mamma unterscheiden. Noch Unwissende haben bald Gelegenheit zur Horizonterweiterung:
Kay Ray in Moers: 27. Februar 2009 - Der Vorverkauf hat begonnen.
Webseite Kay Ray: www.kayray.de
Unser Gästebuch ist hier und freut sich auf Zuspruch.
Pressestimmen:
Die Rheinische Post: „Unterirdischer Humor im Pumpenhaus”.
NRZ/WAZ: "Der bunte Onkel ist gaaanz glücklich"



Die Bürgermeisterin von Kiel, Frau Vollquart